Sascha Schernthaner A.V. Pictures

Über mich

Wo Bilder entstehen, beginnt oft eine Geschichte

Ich bin 1982 in Lienz geboren. Mit elf Jahren ging mein Weg nach Kärnten, später nach Wien, Italien und für mehrere Jahre nach Dubai.

Seit Juli 2025 bin ich mit meiner geliebten Familie wieder dort, wo vieles für mich begonnen hat.

In Osttirol.

Der Nationalpark Hohe Tauern und die Lienzer Dolomiten liegen praktisch vor meiner Haustür. Und ausgerechnet hier ist aus etwas, das ich nie geplant hatte, mein Beruf geworden:

die Fotografie.

Bis 2022 hatte ich nie fotografiert.

Heute arbeite ich am Boden und aus der Luft für Tourismusverbände, Hotels, Veranstalter, Immobilien und Redaktionen in Österreich und Norditalien – in Foto und Film.

Der Weg hierher

Aufgewachsen bin ich in Lienz und Kärnten. Gelernt habe ich Maschinenschlosser.

Mit siebzehn ging ich nach Wien – zum Tanzen. Lateinamerikanisch, professionell. Einige Jahre habe ich davon gelebt.

2002 lernte ich in Rom meine Frau kennen. Wir blieben bis 2007 in Italien, danach ging es zurück nach Wien. Es folgten Jahre im internationalen Vertrieb, darunter vier Jahre in Dubai.

Heute weiß ich, dass all diese Stationen etwas mit dem Fotografen zu tun haben, der ich geworden bin.

Vom Tanzen ist das Gefühl für den richtigen Moment geblieben.

Diesen kurzen Augenblick, in dem eine Bewegung ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht ihn kommen, bevor er da ist.

Vom Vertrieb habe ich etwas anderes mitgenommen:

zuzuhören.

Denn wer einen fotografischen Auftrag vergibt, weiß meistens sehr genau, was er braucht. Er beschreibt es nur nicht immer in der Sprache eines Fotografen.

Meine Aufgabe ist es, beides zusammenzubringen.

Wie es begann

Bei der Arbeit
Bei der Arbeit

2022 hat sich mein Leben verändert.

Unsere Tochter Adeya ist gestorben.

Danach hat mich die Fotografie auf einen Weg geführt, den ich vorher nicht kannte.

Die Drohne war zunächst das Erste, was mich wieder nach draußen brachte. Aus dem Fliegen wurde das Fotografieren. Aus einzelnen Bildern wurde eine Leidenschaft. Und irgendwann wurde daraus mein Beruf.

Zuerst fotografierte ich aus der Luft, dann vom Boden. Ich begann, mich für Landschaften zu interessieren, für Wildlife, für Makro und schließlich für die Nacht.

Für ein Insektenauge, das erst aus vielen einzelnen Aufnahmen zu einem einzigen scharfen Bild wird.

Für Landschaften, die manchmal nur wenige Minuten im richtigen Licht existieren.

Und für den Nachthimmel, bei dem ein einziges Bild eine ganze Nacht Vorbereitung und Geduld bedeuten kann.

Beigebracht hat mir das niemand.

Ich habe mir die Fotografie selbst erarbeitet – über Versuch und Irrtum, über unzählige Stunden draußen und über viele Bilder, die nicht funktioniert haben.

Drei Jahre, in denen ich vieles zweimal gelernt habe.

Und je länger ich fotografiere, desto mehr merke ich:

Die Technik ist nur der Anfang.

Das Entscheidende ist, draußen zu sein. Zu beobachten. Zu warten. Und bereit zu sein, wenn der eine Moment kommt.

Am Grat

Am Grat
Am Grat

Das meiste an dieser Arbeit ist Warten.

Und genau das mag ich.

Bei einer Astroaufnahme können ganze Nächte vergehen. Die Kamera läuft auf einem motorisierten Nachführkopf, während ich daneben sitze oder liege und darauf warte, dass alles zusammenkommt.

Dunkelheit. Wetter. Sterne. Landschaft. Licht.

Und manchmal passiert gar nichts.

Auch am Berg vor Sonnenaufgang ist es nicht anders.

Man geht im Dunkeln hinauf, baut die Kamera auf und wartet.

Der Himmel bleibt grau.

Beim nächsten Mal wieder.

Und beim nächsten.

Bis irgendwann dieser eine Morgen kommt.

Der Moment, in dem der erste Sonnenstrahl über den Grat steigt und für wenige Augenblicke alles genau so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat.

Dann weiß man wieder, warum man die anderen Male ebenfalls gegangen ist.

Zurück nach Hause

Seit Juli 2025 leben wir wieder in Osttirol.

Und für meine Arbeit ist das mehr als nur ein Wohnort.

Der Nationalpark Hohe Tauern beginnt praktisch vor meiner Haustür. Die Lienzer Dolomiten ebenso.

Das verändert die Art, wie ich fotografiere.

Ich muss nicht nur auf eine Gelegenheit hoffen. Ich kann zurückkommen.

Noch einmal.

Und noch einmal.

Ich kann beobachten, wo morgens der Nebel liegen bleibt. Welches Tal zuerst Licht bekommt. Wann die Milchstraße über einem bestimmten Grat steht. Wie sich das Wetter verändert und wie schnell sich eine Landschaft dadurch verwandelt.

Mit der Zeit lernt man eine Gegend auf eine andere Weise kennen.

Nicht als Besucher.

Sondern als jemand, der immer wieder zurückkommt.

Und irgendwann entsteht daraus etwas, das man nicht planen kann:

das Bild, das man eigentlich gesucht hat.

Aufträge und Auszeichnungen

Mein erster fotografischer Auftrag kam 2024 vom Stift Klosterneuburg.

Seither durfte ich dort mehrfach aus der Luft fotografieren und filmen, zuletzt für einen Film im Sonnenaufgang.

2025 folgte „Die Türme des Wienerwaldes“ für Wienerwald Tourismus – bis heute mein längstes fotografisches Projekt.

Dazu kam die fotografische Begleitung des Sinfonieorchesters Lienz.

2026 habe ich erstmals beim Sony World Photography Award eingereicht. Eines meiner Bilder wurde für die Shortlist in der Kategorie Landscape (Open) ausgewählt und war vom 17. April bis 4. Mai 2026 im Somerset House in London ausgestellt.

Heute arbeite ich für Tourismusverbände, Hotels, Veranstalter, Immobilien und Redaktionen in Österreich und Norditalien.

Am Boden und aus der Luft.
In Foto und Film.

Für gewerbliche Drohnenflüge verfüge ich über die Kompetenznachweise A1/A3 und A2, bin als Drohnenbetreiber registriert und haftpflichtversichert.

Adeya

A.V. Pictures

Adeyas Vision

A.V. Pictures ist nach meiner Tochter Adeya benannt.

Sie ist 2022 gestorben – und ihr Tod war es, der mir die Kamera in die Hand gegeben hat.

Davor hatte ich nie fotografiert.

Wenn ich draußen bin, auf einem Grat vor Sonnenaufgang oder unter den Sternen, während ich darauf warte, dass sich der Himmel dreht, fühlt es sich nicht an, als würde ich das Bild allein finden.

Es fühlt sich an, als würde mir jemand zeigen, wohin ich schauen soll.

Daher kommt der Name.

Und deshalb gibt es diese Arbeit überhaupt.

Was ich suche

Ich suche nicht einfach schöne Motive.

Ich suche den Moment, der bleibt.

Das Licht, das nur für wenige Sekunden da ist.

Die Bewegung, bevor sie endet.

Die Landschaft, bevor der Nebel sie wieder verschluckt.

Den Blick, den man nicht planen kann.

Und manchmal auch einfach die Ruhe, die entsteht, wenn man irgendwo oben steht und merkt, dass man gerade genau am richtigen Ort ist.

Vielleicht ist das für mich Fotografie geworden:

hinauszugehen, zu warten und aufmerksam zu sein.

Und wenn der Moment kommt,

bereit zu sein.

Sascha Schernthaner Alpine Visual Storyteller